Obstbaum-Kletterkurs im thüringischen Kleinromstedt

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Der Schnitt alter Obstbäume ist meistens aufwändiger als der Schnitt anderer Bäume vergleichbarer Größe – zwei Aspekte dabei sind die schlechte Wundüberwallung von Obstbäumen sowie die Anforderung, qualitativ hochwertige Früchte zu ernten. Das führt meist dazu, dass sehr viele kleine Schnitte gemacht werden müssen, viele davon auch in der schlecht zugänglichen Peripherie der Krone. Dieser Umstand stellt erhöhte Anforderungen an die Kletterfähigkeiten des Baumpflegers.

Darum drehte sich alles beim Schnittkurs der Thüringer Obstbaumschnittschule, der dieses Wochenende auf dem Obstwiesenhof Köhler im thüringischen Kleinromstedt stattfand. Unter der fachkundigen Leitung und Aufsicht von Peter Trapet und Michael Rietzel konnten alle Teilnehmer in einem alten Obstwiesenbestand Material, Kenntnisse und Fähigkeiten überprüfen und erweitern. Fortbildung ist heute ja in allen Bereichen unerlässlich!

Die Seilklettertechnik erlaubt es mir, Obstbäume nicht dort zu schneiden, wo zufällig mein Werkzeug gerade noch hinreicht, sondern selbst noch in der Baumspitze gesichert die Schnitte dort zu platzieren. wo sie Sinn ergeben – im Interesse des Baumes, des langfristigen Ertrages und damit letztlich des Kunden.

Nicht unerwähnt bleiben sollen:

  • die unbeschwerten Momente in zehn Metern Höhe zwischen lauter Kirschblüten, unter dem Gebrumm von Hummeln und mit unvergleichlichen Ausblicken in die Landschaft bis zum 20 km entfernten Buchenwald und darüber hinaus,
  • das tolle Ambiente und die vorzügliche Versorgung auf dem Obstwiesenhof Köhler,
  • die anregenden Gesprächen „unter Kollegen“ mit anderen Teilnehmern der Schnittkurse der Thüringer Obstbaumschnittschule, sowie
  • die großartigen regionalen – und auch hochprozentigen – Obstspezialitäten von Teilnehmern aus ganz Deutschland, deren Verkostung angemessen zelebriert wird…