Die Streuobstwiese blüht!

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Die Verwandlung der Obstbäume im Frühjahr ist jedes Jahr aufs Neue faszinierend. Aus kahlen, scheinbar toten Astgerüsten werden in kurzer Zeit überreich blühende, vor Leben strotzende Bäume. Je älter die Bäume, desto kontrastreicher ist diese Entwicklung.

Auf der Obstwiese des Breidingsgarten in Soltau mit seinen über 250 Apfelbäumen ist dieser Anblick besonders eindrucksvoll. Summende Bienen und singende Vögel tragen ihren Teil zu einer ganz besonderen Stimmung bei. In solchen Momenten kann man erahnen, dass alte Streuobstwiesen unsere artenreichsten Lebensräume sind

Streuobstwiesen benötigen aber auch regelmäßige Pflege. Ohne Mahd verbuschen die Wiesen, ohne Obstbaumschnitt brechen die Bäume unter der Fruchtlast zusammen oder vergreisen. Gerade der Obstbaumschnitt zieht sich dabei über Generationen hin. Die ältesten Bäumen im Breidingsgarten, die vermutlich gegen Ende des Zweiten Weltkrieges oder sogar noch früher gepflanzt wurden, wurden sicher schon von zwei oder drei Generationen geschnitten. Ich bin stolz darauf, mich in diese Geschichte einreihen zu können.

Apfelblüte in Breidingsgarten
Uralter Boskoop, im Winter geschnitten